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Auch in diesem Jahr haben 30 Kinder und Jugendliche den alten Brauch des „Klapperns“ an den Kartagen in Oberwerrn aufrecht erhalten.

Am Gründonnerstag erhielten sie für ihre bevorstehende Aufgabe den Segen durch Herrn Pfarrer Kömm und liefen dann durch die Oberwerrner Straßen, um „die Todesangst Christi" zu verkünden.

Ab 6 Uhr in der Früh erinnerten sie mit ihren Klappern am Karfreitag und Karsamstag statt der Kirchenglocken an die Gebetszeiten und riefen zu den Gottesdiensten.

Höhepunkt für die „Klapperer" war wie immer am Samstag das „Zusammenklappern".
Die Mädchen und Jungen zogen, ausgestattet mit Bollerwägen, Tüten und Eierschachteln in mehreren Gruppen von Haus zu Haus mit dem Spruch: „Wir haben geklappert fürs heilige Grab, drum bitten wir auch um eine Gab´!"

Reichlich mit Eiern, Süßigkeiten und Geld belohnt ging es zurück ins Pfarrheim. Dort erfolgte die Aufteilung durch die „Klappermeister", das sind langjährige Teilnehmer aus der 10. Klasse. Dabei dachten sie nicht nur an sich und die jüngeren Klapperer, sondern auch an Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen.

Von den Einnahmen spendeten die „Klappermeister" 333 Euro für die Klosterschule in Agbang, Togo.

Das Kloster Agbang liegt 450 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lomé. Die rund
330 SchülerInnen nehmen einen Fußmarsch von bis zu zwei Stunden auf sich, um am Unterricht teilnehmen zu können. Viele von ihnen können das monatliche Schulgeld von umgerechnet ca. 1 Euro nicht bezahlen. Hier greift die Hilfe aus Oberwerrn. Neben dem Schulgeld wird vor allem für Hefte, Stifte und technische Ausstattung (Computer, Beamer) der Schule gesorgt.

Vielen Dank an die Oberwerrner Bürger für ihre großzügige Unterstützung, an die Metzgerei Hopf/Hemmerich für die Brotzeit und an die Kinder und Jugendlichen für ihren tollen, ehrenamtlichen Einsatz.

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